60Plus SPD Mannheim

Sonderausstellung "Verstrickt.

Veröffentlicht am 31.08.2026 in AG 60plus

Besuch mit Führung der Sonderausstellung

"Verstrickt. Kolonialismus und Mannheim"

Das Kokosfett „Palmin“, der Namensgeber der Diffenébrücke, Teilsammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen, der Stifter Carl Reiß selbst und seine Schwester Anna … Was sollen diese Mannheimer Erfindung, die Mannheimer Einrichtungen und Persönlichkeiten mit deutschen Kolonien zu tun haben? Mehr als Mannheims geographische Lage fern jeder Küste vermuten lässt!

Mannheimer waren in deutschen Kolonien im Militär und der Kolonialverwaltung aktiv. Geistliche aus Mannheim missionierten in den Kolonien. Im Berliner Reichstag, aber auch zuhause im Wahlkreis stritten Mannheimer Politiker*innen um Politik, Verwaltung und Gewalt in den deutschen Kolonien. Mannheimer Firmen profitierten vom Umsatz kolonialer Güter und Rohstoffe. So mancher Wohlstand der Bürgerschaft ruhte zumindest teilweise auf Handel mit Kolonien. 

Unsere heutige globalisierte Wirtschafts- und Konsumwelt gründet auf Strukturen, die in der Zeit des Kolonialismus entstanden sind. Die neue, vom Team des MARCHIVUM erarbeitete Sonderausstellung (die am 27. Sept. endet) geht solchen Verstrickungen nach. 

Die Ausstellung im MARCHIVUM verdeutlicht, wie sehr die Mannheimer Stadtgesellschaft mit dem Kolonialismus verwoben war, wie der Kolonialismus und seine weltwirtschaftlichen Auswüchse auch die Entwicklung der Stadt beeinflusst haben. Und sie stellt den Besuchenden Fragen, wie sehr die Epoche bis heute unsere Gesellschaft prägt.  

Anmeldeschluss für die Ausstellung ist Montag, der 7. September 2026