
Die von der AG 60plus der Mannheimer SPD organisierte Führung am Mittwoch, 14.Oktober 2026 um 15 Uhr durch das Herschelbad (U3, 1) macht der Pädagoge und Buchautor sowie Träger der Ehrenmedaille der Jüdischen Gemeinde Volker Keller, ehemals Rektor der Mozartgrundschule. Er ist Autor des Buches Richard Perrey in Mannheim. Volker Keller ist zweiter Vorsitzender des Vereins Stadtbild Mannheim und setzt sich seit Jahrzehnten voller Leidenschaft und Fachkenntnis für die Bewahrung jüdischer Kultur, für das historische Stadtbild und den Denkmalschutz ein.
Für den Bau des Herschelbads in den Mannheimer Quadraten stiftete der jüdische Kaufmann und Stadtrat Bernhard Herschel (1837 - 1905) der Stadt im Jahr 1905 testamentarisch eine halbe Million Goldmark. Dieses Vermächtnis war mit drei Bedingungen verbunden: das Bad sollte in den Quadraten errichtet werden, die Stadt musste das Gelände für den Bau kostenlos überlassen, und es sollte von der Stadt selbst geführt werden.
Architekt für das Herschelbad war der Leiter des städtischen Hochbauamts Richard Perrey, der von 1902 bis 1918 das Städtische Hochbauamt leitete. Durch den Ersten Weltkrieg wurde der Bau jedoch unterbrochen, deswegen konnte das im neobarocken Jugendstil errichtete Bad erst im November 1920 eröffnet werden. Das Herschelbad hat drei Schwimmhallen (Frauen-, Männer- und Volksbad), Wannenbäder, Sauna, früher noch eine Wäscherei und ein Hundebad, das einige Zeit als Duschgelegenheit für Schornsteinfeger diente.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Bad des jüdischen Stifters für „judenfrei“ erklärt. Die Benutzung war ausschließlich „Ariern“ vorbehalten und das Herschelbad wurde in Städtisches Hallenbad umbenannt. Seit 1950 wird wieder der ursprüngliche Name verwendet.
Die Bauten Richard Perreys in Mannheim kennt jeder: das Herschelbad, die Alte Feuerwache, das Klinikum, zahlreiche Schulen und Industriebauten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden. Bis heute beeindrucken die charakteristischen Gebäude durch ihre Monumentalität. Ein großer Teil von ihnen steht mittlerweile unter Denkmalschutz.
Mit der Inbetriebnahme des neu gebauten Kombibades Herzogenried wird der Badebetrieb im Herschelbad enden, da eine Modernisierung für die Aufrechterhaltung des Badebetriebs für die Kommune finanziell nicht leistbar. Die Stadt Mannheim und die Machwerkstadt GmbH haben einen gemeinsamen Entwicklungsprozess für das Gebäude des Herschelbads gestartet. Es soll dank neuer Ideen ein Zukunftsort für Gastlichkeit, Wirtschaft, Kultur und Stadtleben werden. Ziel ist das Jugendstilgebäude zu sanieren und für eine neue Nutzung zu erhalten.
Die von der AG 60plus der Mannheimer SPD organisierte Führung am Mittwoch, 14.Oktober 2026 um 15 Uhr durch das Herschelbad (U3, 1) macht der Pädagoge und Buchautor sowie Träger der Ehrenmedaille der Jüdischen Gemeinde Volker Keller, ehemals Rektor der Mozartgrundschule. Er ist Autor des Buches Richard Perrey in Mannheim. Volker Keller ist zweiter Vorsitzender des Vereins Stadtbild Mannheim und setzt sich seit Jahrzehnten voller Leidenschaft und Fachkenntnis für die Bewahrung jüdischer Kultur, für das historische Stadtbild und den Denkmalschutz ein.
Aus organisatorischen Gründen wird für die Teilnahme an dieser Veranstaltung um Anmeldung unter diesem Link gebeten: https://lets-meet.org/reg/05718a81b4bdc65235